Hier der entsprechende Link zum Shop der Firma SelectaDNA (SDNA) zum Kauf der Markierungs-Kits mit künstlicher DNA.
Einbrecher durch DNA-Markierung überführen
Schützen der Wertgegenstände durch Auftragen künstlicher DNA
DNA-Doppelhelix
Die künstliche DNA führt zum Eigentümer
Die DNA-Kennzeichnung der markierten Gegenstände wird im Labor nach dem gleichen Verfahren analysiert, wie menschliche DNA-Proben.
Bei einem Hersteller enthält die Markierungsflüssigkeit zum Eigentumsschutz sowohl eine einzigartige DNA-Sequenz (DNA = Desoxyribonukleinsäure), als auch zusätzlich etlicher kleiner Mikropunkte. Unter dem Mikroskop wird eine Beschriftung mit einer einmaligen Codenummer sichtbar. Dieser Code des Mikroplättchens, ebenso der DNA-Code, ist beim Hersteller in einer Datenbank hinterlegt und enthält die Angaben des Eigentümers, wenn er die Flüssigkeit hat registrieren lassen.
Unterschied zwischen DNA und DNS?
Der Unterschied liegt lediglich im Sprachgebrauch. DNA ist Englisch; das A steht für acid. DNS ist Deutsch und das S steht für Säure (Desoxyribonukleinsäure). Gemeint ist dasselbe. In Bezug auf Diebstahlschutz wird überwiegend der Begriff DNA benutzt.
Die zehn Komponenten für den Eigentumschutz mittels künstlicher DNA:
1. UV-reflektierender Belag,
2. Individueller DNA-Code,
3. Microdots mit einmaligem Zahlencode,
4. Aufkleber als Warnhinweis,
5. Eintrag in der Eigentümerdatenbank,
6. Aufstellen von Warntafeln in Stadtteilen mit Pilotbetrieb,
7. Ausstattung der Polizeikräften mit UV-Taschenlampen,
8. Aufklärung zum Projekt in Gefängnissen,
9. Information der Öffentlichkeit,
10. DNA-Dusche in Geschäftsräumen.
DNA-Schutz aktuell
Einbrüche: Thema in Bremischer Bürgerschaft (26.01.2012)
Das Thema Einbruchsdiebstahl ist so brisant, dass es im Bremischen Senat behandelt wurde. Innensenator Ulrich Mäurer musste für Bremen einen Anstieg von 2.600 auf fast 3.000 Einbrüche im Jahr 2011 verzeichnen. Gute Erfahrung machte man beim Einsatz von künstlicher DNA. Bei Zusammenschlüssen von Wohneinheiten und ganzer Straßenzüge sind die Markierungssets kostengünstiger zu beziehen. Bisher sind noch zu wenig Initiativen vorhanden, um flächenwirksam Einbrüche verhindern zu können. Deshalb soll u. a. die künstliche DNA im verstärkten Umfang eingesetzt werden, so die Bremische Bürgerschaft.
Erfolgsmeldung: Täter mit künstlich markiertem DNA-Gegenstand gefasst (22.07.2011)
Die Polizei in Bremen konnte dank künstlicher DNA bei einem Tatverdächtigen einen gestohlenen Laptop finden und als Diebstahl identifizieren. - Zwei Jugendliche waren in der Turnhalle der Schule Hamburger Straße bei einer schulinternen Ausstellung aufgetaucht. Eine Lehrerin wurde von Schülern auf die beiden aufmerksam gemacht und sprach sie an. Beide reagierten sofort sehr aggressiv, so dass die Lehrerin sie aufforderte, ins Schulsektretariat zu folgen.
Statt dessen nahmen die beiden Jugendlichen eine bedrohende Haltung ein. Die Lehrerin ging allein ins Sekretariat und verständigte die Polizei. Während dieser Zeit demontierten die beiden einen angeschlossenen Laptop. Von einem Schüler zur Rede gestellt, versetzten Sie ihm einen kraftvollen Faustschlag ins Gesicht und flohen mit dem Laptop.
Von anderen Schülern wurden die beiden Diebe erkannt, so dass die Polizei gegen beide ermitteln konnte. Der Schläger ist ein 15-Jähriger, der bereits durch Körperverletzungs- und Diebstahlsdelikten in Erscheinung getreten ist. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei in seinem Kleiderschrank den Laptop, der mittels künstlicher DNA eindeutig der Schule zugeordnet werden konnte.
Forensik unter’m Handschuhfach – Autos mit künstlicher DNA schützen (Juli 2011)
Artikel im Car-Magazin Motor Maniacs, Ausgabe Juli/August 2011
Selbst vor Autos schrecken Diebe nicht zurück. Immer mehr Fahrzeuge werden aufgebrochen, komplett gestohlen oder besonders wertvolle Autoteile, gerade bei Oldtimern, auftragsmäßig gezielt entwendet.
Wenn Alarmanlagen Kfz-Diebstähle nicht verhindern können, sollte künstliche DNA mit Microdots und ein Aufkleber an der Windschutz-scheibe wenigstens die Diebe davor abschrecken. Denn wenn der Täter anhand des Aufklebers erkennt, dass seine potentielle Beute präpariert ist, überlegt er sich zweimal, ob sich der Diebstahl lohnt.
Die Zeitschrift Motor-Maniacs hat die künstliche DNA in der Praxis getestet und berichtet ausführlich über die Handhabung.
Mehr Wohnungseinbrüche in Deutschland (17.05.2011)
Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Jahr 2010 sei um 6,6 Prozent auf rund 123.000 gestiegen, so berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ vorab unter Berufung auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2010. Immer mehr Bürger müssen mit Einbrüchen in ihre Wohnung rechnen. In Hamburg stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche um 7,6 Prozent, die meiste Straftaten fanden in Nordrhein-Westfalen statt und den höchsten prozentualen Zuwachs verzeichnete Sachsen mit 21,2 Prozent. Den höchsten Rückgang an Wohnungseinbrüchen mit 15,4 Prozent hat Bremen, obwohl es mit diesen Delikten an der Spitze aller Bundesländer liegt.
"Deutschland ist ein Paradies für Einbrecher", so die Überschrift bei WELT ONLINE vom 17.05.2011.
Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) empfiehlt den Bürgern, Wertgegenstände mit „künstlicher DNA“, einer Markierungsflüssigkeit, zu schützen, so die WELT ONLINE. Seine Erfahrung ist: „Wenn Bürger das auch nach außen kenntlich machen, gehen die Einbrüche spürbar zurück.“
Wenn nachts an der Bremer Flaniermeile Schlachte die Pavillons geschlossen sind, kommen Langfinger auf dumme Gedanken... Das war Anlass genug, dass sich die Gastronomiebetriebe in Zusammenarbeit mit der Polizei für die Kennzeichnung von Wertgegenständen wie Kaffeemaschinen oder Zapfanlagen mit künstlicher DNA entschlossen haben. Inzwischen praktizieren an der Schlachte 14 Betriebe den DNA-Schutz. Gleich beim Eingangsbereich der Schlachte machen große Schilder sowie Aufkleber in den Fenstern der Gastronomiebetriebe auf die Kennzeichnung aufmerksam und sollen Langfinger abschrecken.
Artikel im Weser-Report vom 20.04.2011
Universität Bremen benutzt künstliche DNA (07.03.2011)
Artikel im Weser-Kurier vom 07.03.2011
Im Zeitungsbericht steht: Immer wieder wird die Universität das Ziel von Einbrechern. "Wir haben alleine etwa 10.000 Computer im Haus. Dazu kommen die hochtechnischen Forschungs-geräte" sagt Martin Mertens, Dozent für Organisation an der Uni. Da außerdem die Arbeitsplatzausstattung von rund 3.000 Mitarbeitern und 19.000 Studierenden mit der künstlichen DNA gesichert werden, sind Aufwand und Kosten entsprechend hoch. Pro Gerät rechnet die Universität mit Kosten von einem Euro. Ein Fläschchen Markierungsflüssigkeit reicht für etwa 50 Geräte.
Polizeiberatung bei Aktionstagen Karstadt Bremen (31.01. - 02.02.2011)
Beratung der Polizei bei Karstadt
Die Polizei begleitet die Aktionstage der Firma Karstadt Bremen mit einem umfangreichen Beratungsprogramm zum Thema Einbruch-schutz. Vom 31. Januar bis 2. Februar geben Experten von 10:00 bis 18:00 Uhr in der 4. Etage des Kaufhauses Auskunft, wie man sich gegen Diebstahl schützen kann.
Polizeipräsident Holger Münch stellt fest: Das Präventionsprojekt "Künstliche DNA" der Polizei Bremen zeigt Wirkung und wird von der Bevölkerung gut angenommen.
Wer sogleich mit der Sicherung seiner Wertgegenstände beginnen will, kann bei Karstadt das Markierungsset mit künstlicher DNA erwerben.
City Airport Bremen setzt auf künstliche DNA (25.01.2011)
Bericht in der Tageszeitung Weser-Kurier
Artikel im Weser-Kurier vom 26.01.2011
Der Flughafen Bremen ist der erste deutsche Airport, der sich an der Polizei-Initiative "Eigentumsschutz durch künstliche DNA" beteiligt.
Allerdings werden die zu schützenden Gegenstände nicht eingesprüht (Zeitungsartikel), sondern die künstliche DNA wird auf einzelne Stellen aufgetragen. Damit sollen wertvolle mobile Geräte wie Computer, Mobiltelefone oder teure Messgeräte im Flughafen vor Dieben geschützt werden.
Kein Einbruch bei markierten Objekten (22.11.2010)
Positive Bilanz der Polizei nach einem Jahr Auswertung Pilotversuch Bremen
Die Abschreckung der künstlichen DNA wirkt. Das stellt die Polizei nach einem Jahr Pilotversuch in Bremen und Bremerhaven fest. Seit Oktober 2009 wurden in rund 2.000 Haushalten die Markierungssets ausgegeben, Wertgegenstände markiert und Aufkleber als Warnhinweis an Eingangs- und Terrassentüren angebracht. Die erfreuliche Bilanz: In der Pilotregion gingen die Wohnungseinbrüche von 28 auf 13 Diebstähle zurück. Dabei wurde in kein markiertes oder beschildertes Objekt eingebrochen. Die Polizei will den Einsatz der künstlichen DNA weiter verstärken.
Sicherheitstage bei der Sparkasse Bremen (14. - 18.06.2010)
Erstmals Verkauf von SDNA-Kit mit künstlicher DNA in Sparkasse
Artikel im Weser-Report
Die Ferienzeit beginnt und mit ihr die Einbruchsgefahr. Zusammen mit der Sparkasse Bremen möchte die Polizei die Bevölkerung informieren, wie sie sich besser schützen kann.
Dazu beraten Sparkassenangestellte und Sicherheitsexperten der Polizei im Finanzcentrum am Brill und in der Sparkassenfiliale Schwachhauser Heerstr. 197 in der Zeit vom 14. bis 18. Juni 2010, wie der Einbruchsschutz aussehen könnte.
Erstmals besteht die Möglichkeit, während dieser Zeit ein Set mit künstlicher DNA direkt zu kaufen. Das SDNA-Kit kostet dort 75 Euro, für Sparkassenkunden nur 65 Euro. Wenn sich der Verkauf bewährt, so beschlossen Polizeipräsident Holger Münch und Sparkassen-Vorstand Thomas Fürst, wird das DNA-Set in weiteren Filialen angeboten.
Tresor mit künstlicher DNA aufgefunden (14.04.2010)
Tresorknacker flohen unerkannt - vier Tatverdächtige ermittelt
Gestohlener Tresor, der mehrere Tage im Wasser lag, mit DNA-Markierung unter UV-Licht Foto: Polizei Bremen
Am Morgen des 30.03.2010 überfielen drei maskierte Männer eine Reinigungskraft einer Reederei in Bremen-Neustadt. Sie durchsuchten das Gebäude und flüchteten mit einem Tresor.
Bei der Untersuchung des Tatortes wurde deutlich, dass zumindest einer der Täter Insiderwissen hat. Die männliche 22 jährige Reinigungskraft verwickelte sich in Widersprüche und gab schließlich zu, an der Tat beteiligt gewesen zu sein.
Weitere Ermittlungen führten dann zu einem 27 Jahre alten Bremer, dessen Aussagen zwei weitere Mittäter, 24 und 27 Jahre, belasteten. Er führte die Beamten an einen See in Bremen-Hemelingen. Dort wurde der geraubte Tresor aufgefunden. Obwohl der Geldschrank einige Tage im Wasser gelegen hatte, war nach Aussagen der Polizei die aufgebrachte künstliche DNA noch gut sicht- und verwertbar.
Gewerbeschau BreNor 2010 mit Infostand über künstliche DNA als Diebstahlschutz (16. - 18.04.2010)
Die Gewerbeschau BreNor, mit über 150 Ausstellern, hatte den Besuchern viele Informationen über Produkte und Dienstleistungen geboten. Im Zelt 2 informierte die Firma SelectaDNA (SDNA) über künstliche DNA als Diebstahlschutz und beantworte Fragen dazu. Kaufen konnte der Besucher das Markierungsset auf dem Stand nicht direkt, sondern es wird von der Firma im Internet angeboten.
Bremer Immobilientage mit Infostand über DNA-Schutz (27. + 28.02.2010)
Die Sparkasse Bremen veranstaltete die 17. Bremer Immobilientage in ihrem FinanzCentrum Am Brill. An rund 40 Ständen wurde über das Thema Immobilie und Bauen informiert. An einem Stand war die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle vertreten und gab Informationen über Einbruchschutz. An einem weiteren Infostand konnten sich die Besucher informieren, wie sie ihre Wertgegenstände mit künstlicher DNA als Diebstahlschutz schützen können.
Bürgerforum der Polizei Bremen Horn-Lehe informiert über DNA-Eigentumsschutz durch künstliche DNA (24.02.2010)
Der Leiter des Polizeireviers Horn-Lehe hatte zum Bürgerforum ins Ortsamt eingeladen. Im Sitzungssaal wurden zahlreiche Zuhörer von der Polizei über den DNA-Schutz gegen Diebstahl bei Wohnungseinbrüchen informiert. Mittels Markierungen an Wertgegenständen mit künstlicher DNA können gestohlene Gegenstände dem Eigentümer zugeordnet und damit zurückgegeben werden. Die Überführung des erwischten Täters wird so für die Polizei ermöglicht.
Im Stern-TV mit Günther Jauch: Künstliche DNA - "Diebe bleiben nicht mehr unerkannt" (18.11.2009)
Am Mittwoch, 18.11.09, berichtete Günther Jauch im Fernsehen bei RTL über den Einsatz von künstlicher DNA als Diebstahlschutz von Wertgegenständen.
In einem praktischen Versuch wurde gezeigt, wie der DNA-Schutz in Form eines DNA-Gels auf eine Armbanduhr aufgetragen und auf einem Waschbecken einer Toilette liegengelassen wurde. Als die Uhr verschwunden war, konnte einem Gast im Lokal anhand einer UV-Lampe und Beleuchtung der Hände durch das blaue Aufleuchten der Gelreste nachgewiesen werden, dass er in dieser fiktiven Szene die Uhr gestohlen hat.
In Bremen wird dieses DNA-Gel nicht im Pilotversuch getestet, sondern ausschließlich die Markierungssets mit künstlicher DNA und den Microdots.
Da jede Charge künstlicher DNA einzigartig ist und einen bestimmten Code aufweist, kann der Käufer eines DNA-Markierungssets sich beim Hersteller registriert lassen. Falls die Polizei fündig wird, greift sie auf die Datenbank zu und ermittelt so den rechtmäßigen Besitzer.
Außerdem ist in Bremen als Piloten der Einsatz von DNA-Spray bei Überfällen zur Markierung des Täters vorgesehen. Nach Auslösen des Aktivierungsknopfes ist die DNA-Dusche scharf geschaltet und beim Verlassen des Geschäfts aktiviert der Täter ungewollt die DNA-Dusche und wird eingesprüht. Die Polizei im Außendienst hat UV-Taschenlampen dabei und kann den flüchtigen Täter sofort anhand der UV-Reflektion an Körper und Bekleidung überführen. Bis zu sechs Wochen soll der DNA-Spray noch an der Haut haften und zu erkennen sein.
Einzelheiten zur DNA-Markierung und Microdots weiter unten. Bestellungen im Internet mit diesem Link hier ...
Ab 09.11.2009 Verteilung DNA-Markierungskits an 1000 Bremer Haushalte
Die Strategie der Polizei ist es, potenzielleTäter von vornherein abzuschrecken. Dazu werden große Schilder an Straßenmündungen aufgestellt, die auf den Einsatz von künstlicher DNA als Schutz hinweisen. Das erste Schild in Bremen hat der Innensenator Mäurer am 09.11.2009 vor der Presse enthüllt.
Die Polizei verteilt in Bremen-Südervorstadt an ausgewählte Haushalte kostenlos Markierungskits zur Sicherung des Eigentums mit künstlicher DNA.
Damit sollen 3000 Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre Wertgegenstände mit der DNA-Markierungsflüssigkeit zu kennzeichnen.
Bei der ersten Hausbewohnerin wurden Gegenstände markiert und ein Warn-Aufkleber an die Scheibe der Haustür befestigt.
Straßenschilder weisen bereits auf den DNA-Diebstahlschutz hin.
Polizisten gehen von Haus zu Haus, um den Bewohnern der ausgewählten Region im Rahmen des Pilotprojektes die DNA-Markierungskits zu überreichen.
16.10.2009 erstes Pilotprojekt mit DNA in Bremen gestartet
Bremer Innensenator Mäurer kennzeichnet ersten Laptop auf der Pressekonferenz
Der Startschuss ist gefallen. In Bremen wurde unter großer Teilnahme der Presse bundesweit erstmalig künstliche DNA als Schutz gegen Diebstahl eingesetzt. Die Schulen erhalten Markierungs-Kits, mit denen sie wertvolle Gegenstände wie Laptops, Bildschirme und Beamter mit der unsichtbaren Markierungsflüssigkeit versehen. Schilder vor der Schule und vor dem Computerraum, die vor dem DNA-Schutz warnen, sollen Diebe abschrecken. Dieses ist die erste Phase des
Im November beginnt die Phase 2, indem 1000 Haushalte in Bremen (Südervorstadt) sowie der Stadtteil Geestemünde in Bremerhaven kostenlos die Markierungssets erhalten sollen. Ermöglicht wird das Vorhaben durch Sponsoring von Firmen.
Die Phase 3 soll Raubüberfälle auf Tankstellen reduzieren. Noch vor Ende 2009 ist vorgesehen ausgewählte Geschäfte mit einer DNA-Dusche am oberen Türrahmen auszustatten. Täter werden dann bei Verlassen des Geschäfts mit einer unsichtbaren und schwer abwaschbaren Flüssigkeit besprüht. Beim Beleuchten mit UV-Licht werden die Spuren im Gesicht und Bekleidung sichtbar.
Kennzeichnung mit DNA
DNA-Markierungsset
Die künstliche DNA besteht aus den gleichen vier organischen Basen Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin wie das menschliche Erbgut. Die Reihenfolge der Bausteine ist in der DNA-Tinktur frei gewählt und weicht von der Abfolge des natürlichen DNA-Codes ab. Bei der Produktion der DNA-Chemie knüpfen Automaten synthetische DNA in allen möglichen Varianten zusammen. Bei der Verknüpfung der vier Bausteine ergibt sich eine enorme Vielfalt, die das Material zum DNA-Schutz macht. Dadurch wird die DNA-Sicherung mit unverwechselbaren Merkmalen versehen, die einzigartig sind und nur Ihnen zugeordnet werden kann.
Durch Auftragen der weißen DNA-Tinktur kennzeichnen Sie Ihre Wertgegenstände.
Nach dem Trocknen wird die DNA-Markierung durchsichtig. Auf den ersten Blick fällt die Kennzeichnung nicht auf.
Die DNA-Markierung auf den Gegenständen haftet dauerhaft, so dass eine einmalige Kennzeichnung über Jahre hinweg Sie als Eigentümer identifiziert. Selbst durch Abkratzen soll die DNA-Kennzeichnung nicht sogleich abgehen.
Wird die DNA-Technologie ohne Mikroplättchen eingesetzt, besteht die Gefahr, dass die Markierung mit Lösungs- und Bleichmitteln entfernt werden kann. Außerdem kann es vorkommen, dass durch Sonneneinstrahlung die DNA-Kennzeichnung innerhalb eines Jahres abgebaut wird.
Das neue Mittel gegen den Diebstahl gibt es jetzt als DNA-Codierungsset. Es besteht aus einem Röhrchen mit der Markierungsflüssigkeit, Stäbchen zum Auftragen, mehreren Warnaufklebern und einer UV-Schlüsselanhänger-Leuchte. Seit dem Pilotstart in Bremen am 16.10.09 ist das DNA-Set in Deutschland im Internet erhältlich. Eine Flasche mit einzigartiger DNA-Codierung kostet etwa 120 Euro und wird jetzt zum Einführungspreis von 85 Euro angeboten. Das Kit mit der Bezeichnung SDNA50P reicht zur Kennzeichnung von ca. 50 bis 75 Wertgegenständen.
Die Registrierung als Eigentümer der DNA-Tinktur erfolgt im Internet auf der Seite des Herstellers. Jedem Set liegt eine Registrierung bei, die an den Hersteller zurück gesandt werden kann, falls eine Onlineregistrierung nicht möglich ist. Dort werden die Angaben in einer Datenbank gespeichert. Zugriff darauf hat die Polizei und ermöglicht somit die Identifizierung und Rückverfolgung zu Ihnen, damit Sie Ihre Wertgegenstände zweifelsfrei zurück erhalten können.
Die Sets mit der DNA-Kennzeichnungs-flüssigkeit sind jetzt erhältlich. Für mehr Informationen und Bestellung direkt bei Hersteller: hier ...
Tipps für die richtige Anwendung (ohne Gewähr):
Flasche mit der DNA-Tinktur mehrere Sekunden lang kräftig schütteln, damit sich die Mikropunkte in der Flüssigkeit verteilen.
Die zu markierende Oberfläche muss trocken, staub- und fettfrei sein.
Bei Markierung an elektrischen Geräten ziehen Sie aus Sicherheitsgründen den Netzstecker.
Mit dem Applikator (Kunststoffstäbchen mit Schaumstoffende) aus der Flasche die Tinktur mit den Mikropunkten entnehmen und auf den zu markierenden Gegenstand auftragen.
Markieren Sie die Gegenstände an unebenen Stellen, Ecken und Kanten, damit die Flüssigkeit automatisch unterschiedlich dick wird. Das erschwert einen späteren Beseitigungsversuch.
Es sollen je nach Größe mindestens an zwei Stellen markiert werden: einer gut sichtbaren Stelle, damit die Polizei bei Kontrollen die Markierung schnell findet und an einer weiteren Stelle, die nicht sofort sichtbar ist, z. B. Batteriefach (nicht auf die Kontakte!). Bei Uhren und Schmuck möglichst an Stellen ohne Hautkontakt, damit die Tinktur nicht durch Schweiß beeinflusst wird.
Nehmen Sie keine sichtbaren Stellen, die Sie später stören könnten, da der transparente Lack aufträgt und nicht völlig unsichtbar wird. Mechanisch bewegliche Stellen wie z. B. Schalter oder Laptop-Scharniere sind zur Markierung ungeeignet, weil sie sich später nicht mehr bewegen lassen.
Vermeiden Sie Stellen zu markieren, die langen Sonnenbestrahlungen ausgesetzt sind, weil die UV-Strahlen der Sonne die DNA-Struktur beeinflusst und damit nicht mehr auswertbar macht.
Nicht zur Markierung geeignet sind Stoffe und Leder, weil die Flüssigkeit als weißer Fleck verbleibt.
Testen Sie den Auftrag zuerst an einer unauffälligen Stelle.
Tragen Sie die DNA-Tinktur mit den Mikropunkten nicht zu dünn (keine Mikropunkte dabei) und nicht zu dick auf (der Lack härtet dann milchig aus).
Markieren Sie weitere Gegenstände.
Kontrollieren Sie die bearbeiteten Stellen mit einer UV-Taschenlampe (liegt dem Set bei), ob der Auftrag blau leuchtet und auch Mikropunkte mit aufgetragen wurden.
Zum Abschluss der Arbeit Applikator mit Wasser auswaschen und trocknen lassen.
Flasche gut verschließen und kühl und dunkel, kindersicher aufbewahren (Kühlschrank nicht erforderlich).
Nach etwa 10 Minuten ist die Markierungsflüssigkeit trocken, nach ca. 30 Minuten hart und durchsichtig.
Kleben Sie einen der mitgelieferten Aufkleber mit dem Warnhinweis auf.
Registrieren Sie Ihr DNA-Markierungsset im Internet oder füllen Sie die dem Set beiliegende Anmeldekarte aus und senden sie mit der Post ab.
Als Ersatz für den Applikator können Sie auch Wattestäbchen oder Zahnstocher (für geringe Mengen, z. B. bei Schmuck) benutzen.
Identifizierung mit DNA-Tinktur
Identifizierung mit DNA-Microdots
Wird Diebesgut gefunden oder ein Täter damit aufgegriffen, reicht eine UV-Lampe aus, die Kennzeichnung sichtbar zu machen. Das Ultraviolett-Licht lässt die Substanz leuchten.
Taschenlampe mit UV-Licht
Im Kriminallabor können dann die DNA-Spuren in einer Analyse untersucht und entschlüsselt werden. Nach spätestens 72 Stunden liegt das Ergebnis vor. Aufgrund der spezifischen Zusammensetzung der DNA-Sequenz und Abgleich mit der DNA-Datenbank erfolgt die Zuordnung zum Eigentümer.
Künstliche DNA mit Mikropunkte
Die DNA-Mikropunkte werden immer in Kombination mit einem UV-reflektierenden Lack aufgetragen, damit die Kennzeichnung entdeckt werden kann. In der Flüssigkeit schwimmen ca. 1 mm große Kunststoffplättchen, so-genannte Microdots. Mit dem Auge sind sie als schwarze Punkte in der Größe von Mohnkrümeln sichtbar.
Die Microdots werden mit einem Laser mit dem Code beschriftet und die Oberfläche angeätzt, damit der Code besser zu erkennen ist, z. B. NLPO10444. Dieser Code ist in einer Datenbank des Herstellers gespeichert und wird nach Registrierung des Käufers mit dessen Adressdaten verknüpft.
USB-Mikroskop macht Mikropunkte sichtbar
Microdots unter dem Mikroskop
Um die Mikropunkte sichtbar zu machen, gibt es bereits elektronische Mikroskope, die mittels USB-Stecker am PC oder Notebook anzuschließen sind. Auf dem Bildschirm ist dann der vergrößerte Mikropunkt sichtbar. Um die Schrift erkennen zu können, sollte die Vergrößerung das 200fache nicht unterschreiten.
USB-Mikroskop im Einsatz
Diese Mikropunkte sind noch einfacher zu entschlüsseln als die künstliche DNA, denn bereits mit einem einfachen Mikroskop mit 240facher Vergrößerung ist die Beschriftung der DNA-Microdots gut zu erkennen.
DNA-Objekt-Aufkleber
Aufkleber sollen Diebe abschrecken
Vorbeugen ist besser als Heilen. - Nach dieser Devise informieren Aufkleber mit dem Hinweis "Diebstahlschutz durch DNA" auf die erfolgte Markierung von Wertsachen mit künstlicher DNA. Die Hinweisschilder können an Türen, Fenstern und an den gekennzeichneten Gegenständen angebracht werden. Diebe sollen somit gewarnt und abschreckt werden. In Großbritannien ist die Substanz seit mehr als acht Jahren im Einsatz. Untersuchungen zeigten, dass bei 74 Prozent von Inhaftierten die Hinweisschilder sie von der Tat abgehalten hätten. Tatsächlich sind in bestimmten Bereichen die Delikte um 80 Prozent zurückgegangen.